Vita




Paula Hiertz wurde am 30. März 1931 in Köln, in der Hamburgerstraße 15, geboren. Sie ist die dritte von vier Schwestern. Von ihrem fünften bis zu ihrem zwölften Lebensjahr, also die entscheidenden Jahre ihrer Kindheit, wuchs sie im Herzen Kölns, in der Fleischmengergasse 26, auf, bis ihre Familie ausgebombt und evakuiert wurde.

Da ihr Vater schon 1936 tödlich verunglückte und ihre Mutter für vier kleine Kinder alleine sorgen musste war sie im Krieg, bedingt durch die vielen Bombenangriffe, in vielen Kinderlandverschickungen (KLV) unterwegs, so nach Württemberg, Baden, Unterfranken, Sachsen, und Westpreußen. Aber diese Zeit hat sie geprägt, denn ohne diese KLV hätte sie nie die Welt außerhalb der Fleischmengergasse kennen gelernt.

Nach dem Krieg folgten die letzten Jugendjahre auf dem Mauritiussteinweg und dann in der Bobstraße, aber immer in der Nähe der Fleischmengergasse. Seit ihrer Heirat 1951 wohnte sie vorübergehend in der Südstadt, in der Maria-Hilf-Straße 1, wo auch ihre beiden Söhne geboren wurden.

Paula Hiertz zog es dann 1957 mit ihrer Familie wieder in ihr altes Wohnviertel, jetzt Großer Griechenmarkt 135, bis sie schließlich 1969 endgültig in ein Eigenheim, jetzt in den Ostteil der Stadt, "Op der Schäl Sick" nach Köln-Neubrück, in die Reinhold-Schneider-Straße 4 zog.

Sie ist Autorin, Komponistin, Regisseurin, Texterin, Dirigentin, Musikreferentin beim Elternbildungswerk Köln-Neubrück und seit 1992 freie Mitarbeiterin bei der "Kölnischen Rundschau" in der Sparte "Uns kölsch Verzällche". Seit April 2000 ist sie Mitarbeiterin beim Bürgerfunk "Radio Bild u. Ton Colonia e. V.", der über Radio Köln sendet, mit monatlichen kölschen Kurzbeiträgen in Magazinsendungen, die jeden 1. Dienstag im Monat über Radio Köln UKW 107,1 gesendet werden. Darüber hinaus produziert sie auch über Radio Köln - Bild u. Ton Colonia e.V. monatliche Stundensendungen, die "Kölner Leben" beinhalten und auch über UKW 107,1 gesendet werden. Sie erarbeitete sich alles - außer dem Musikstudium an der Rheinischen Musikschule in Köln - autodidaktisch.

Daten, die ihre Lebensstationen prägten

1961-1976 Aktive Spielerin im Altermarktspielkreis
1971 Beginn des Musikstudiums (Akkordeon)
1974-1977 Studium der Harmonienlehre an der Rheinischen Musikschule in Köln
1975 Dirigentenprüfung vor dem Deutschen Harmonikaverband
1976-1980 Mundartreferentin beim Elternbildungswerk Köln-Neubrück
1979 Gründung des Akkordeon-Orchesters in Köln-Neubrück
1981 Lösung der Mundartgruppe vom Elternbildungswerk und Gründung des "Kölsch-Thiater e.V". Es ist bundesweit das einzige Kinder- und Jugend-Mundarttheater
1982 Gründung des Eigenverlags "Paula Hiertz-Musikverlag"
1982 Bis heute Musikreferentin beim Elternbildungswerk in Köln-Neubrück
1987 Erweiterung des Kölsch-Thiaters um eine Jugendgruppe "De Eraanjewaaßene". Bis zu diesem Zeitpunkt war es ein reines Kindertheater.
1992 Freie Mitarbeiterin bei der Kölnischen Rundschau in der Sparte "Uns kölsch Verzällche"
2000 Mitarbeiterin beim Bürgerfunk "Bild und Ton Colonia e.V."


Auszeichnungen und Preise

1975 Coupe d`Europe de l`Accordèon
(2x) Gruppe B u. C
Communautè Europèenne de l`Accordèon (Brüssel)
1977 Coupe d`Europe de l`Accordèon
(2x) Gruppe B u. C
Communautè Europèenne de l`Accordèon (Baden-Baden)
1978 Coupe d`Europe de l`Accordèon
(2x) Gruppe B u. C
Communautè Europèenne de l`Accordèon (Luxemburg)
1987 De jolde Ihrenodel (Akademie för uns kölsche Sproch)
1987 Magister Linguae et Humoris Coloniensis (Fidele Aujusse in Köln-Porz)
1989 Das Kölsch-Diplom für "De Schlaach vun Worringen" (Akademie för uns kölsche Sproch)
1990 Dritter Preisträger (Firma Stollwerk AG)
1991 1. Kölner Theaterpreis für "20 Johr Franzusezick" (Stiftung City-Treff)
1996 Ehrenmitgliedschaft bei der DKG Schäl Sick
2001 Ehrenamtspreis (Stadt Köln)
2004 Orden am Bande für besondere Verdienste um das Kölnische Brauchtum (Verein Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums)




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